Du möchtest nach Indonesien auswandern oder länger im Inselstaat leben – und fragst dich, wie du dort legal arbeiten und Geld verdienen kannst? In diesem Artikel erfährst du, welche Möglichkeiten es für Ausländer gibt, welche Voraussetzungen du erfüllen musst und wie du einen Job in Indonesien finden kannst.
- Arbeitsmarkt & Rahmenbedingungen für eine Arbeitsaufnahme in Indonesien
- Arbeitserlaubnis (IMTA) – die Erlaubnis für eine Firma, einen Ausländer einzustellen
- Aufenthalts- und Arbeitsvisum (KITAS) – deine Erlaubnis, einer beruflichen Tätigkeit in Indonesien nachzugehen
- Arbeiten in Indonesien: Welche Jobs sind für Ausländer erlaubt?
- Job finden in Indonesien – so gehst du vor
- Steuern in Indonesien
- Sonderfall: Arbeiten mit einem Familien-KITAS
- Selbstständig sein – Unternehmensgründung in Indonesien
- Digitale Nomaden – eine rechtliche Grauzone
- Leben & Arbeiten auf Bali vs. in anderen Regionen Indonesiens
- Gehaltsniveaus & Lebenshaltungskosten in Indonesien
- Kulturelle Unterschiede im Arbeitsalltag
Gender-Hinweis: Zur besseren Lesbarkeit verzichte ich in meinen Texten auf gendergerechte Sprache. Selbstverständlich sind immer alle Geschlechter gleichermaßen gemeint.
Du hast vor, nach Indonesien auszuwandern oder länger hier zu leben?
Dann hol dir den Auswanderguide „Leben in Indonesien“!
Er bereitet dich auf alle Themen einer Auswanderung nach Indonesien vor,
inkl. Checklisten, Links, Beispieldokumente und Einblick in unser Auswandernetzwerk.
Arbeitsmarkt & Rahmenbedingungen für eine Arbeitsaufnahme in Indonesien
Wer sich bereits mit dem Thema „Arbeiten in Indonesien“ beschäftigt hat, merkt schnell, dass der Zutritt zum Arbeitsmarkt für Ausländer nicht sehr leicht ist. Diese Hürden wurden von der Regierung bewusst so geschaffen, um einheimische Arbeitskräfte und Unternehmen im Land zu schützen.
Ausländer dürfen nur in bestimmten Bereichen und Positionen arbeiten – und auch nur dann, wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind und offensichtlich ist, warum diese Tätigkeit von einem Indonesier nicht ausgeführt werden kann.
Um in Indonesien legal arbeiten zu dürfen, benötigst du zwei Dokumente:
- Arbeitserlaubnis (IMTA), genehmigt und ausgestellt vom indonesischen Ministry of Manpower (Kemnaker)
- Aufenthalts- bzw. Arbeitsvisum (KITAS), genehmigt und ausgestellt von der indonesischen Einwanderungsbehörde
Gehst du ohne diese zwei Dokumente einer beruflichen Tätigkeit in Indonesien nach (= du verdienst dabei Geld), arbeitest du illegal im Land. Das mag für eine Zeit lang gut gehen, kann aber langfristig hohe Geldstrafen, Freiheitsentzug oder eine Abschiebung nach sich ziehen – und ist nicht empfehlenswert, wenn du dir ein Leben in Indonesien aufbauen möchtest!
Suchst du noch eine Krankenversicherung für Indonesien? Ausführliche Informationen findest du in diesem Beitrag.
Arbeitserlaubnis (IMTA) – die Erlaubnis für eine Firma, einen Ausländer einzustellen
Als IMTA (Ijin Mempekerjakan Tenaga Kerja Asing) wird die Erlaubnis für eine in Indonesien ansässige Firma bezeichnet, für bestimmte Tätigkeiten einen Ausländer einstellen zu dürfen.
Um diese Erlaubnis zu bekommen, muss ein Unternehmen folgende Kriterien erfüllen:
- Das Unternehmen muss eine PT PMA (= ausländische Investitionsgesellschaft) oder indonesische Firma mit Mindestkapital von einer Milliarde IDR (ca. 60.000 Euro) sein.
- Das Unternehmen muss nachweisen können, warum nur du für diese Position geeignet bist (z. B. anhand deiner Abschlüsse, Zertifikate und Arbeitszeugnisse vorheriger Arbeitgeber).
- Die Position muss für Ausländer zulässig sein.
- Es muss eine indonesische Fachkraft als „Coworker“ in ähnlicher Position eingestellt bzw. zugewiesen werden.
- Das Unternehmen muss monatlich eine sogenannte DPKK-Abgabe (für indonesische Trainingsprogramme) in Höhe von 100 US-Dollar pro Monat zahlen.
Sind diese Voraussetzungen erfüllt, wird die IMTA vom Arbeitsministerium ausgestellt – allerdings nur für das Unternehmen, das die Arbeitserlaubnis beantragt hat. Möchtest du für einen anderen Arbeitgeber arbeiten (z. B. bei einem Jobwechsel), muss die IMTA vom neuen Arbeitgeber erneut beantragt werden. Nebenjobs oder Freelancing für andere Unternehmen sind nicht erlaubt, da die IMTA an das Arbeitsverhältnis gebunden ist, für das sie ausgestellt wurde.

Aufenthalts- und Arbeitsvisum (KITAS) – deine Erlaubnis, einer beruflichen Tätigkeit in Indonesien nachzugehen
Als KITAS (Kartu Ijin Tinggal Terbatas) wird das Visum bezeichnet, das dir einen begrenzten Aufenthalt in Indonesien ermöglicht. Dieses Visum kann für unterschiedliche Zwecke ausgestellt werden, z. B. Familiennachzug, Arbeitsaufnahme, Studium, Rente oder Investition.
Unter anderem werden folgende Arten von KITAS unterschieden:
- Arbeits-KITAS
wird von einem indonesischen Arbeitgeber beantragt und gesponsert, dazu gehören PT PMA, PT Lokal (Firmen in indonesischer Hand) sowie offizielle NGOs (Yayasan); erlaubt dir berufliche Tätigkeiten im Sinne deiner zugewiesenen Position - Investor-/Direktor-KITAS
wird von einer PT PMA (ausländische Investitionsgesellschaft) beantragt und gesponsert; erlaubt dir leitende Tätigkeiten, aber keine Arbeit auf Angestelltenniveau - Familien-KITAS
wird von einem indonesischen Ehepartner oder einem KITAS-Inhaber gesponsert, erlaubt dir eingeschränkte Tätigkeiten, um die Familie zu unterstützen (siehe unten: Sonderfall: Arbeiten mit einem Familien-KITAS)
Vorsicht! Das Business-Visum (B211) ist nur für Geschäftsreisen und Meetings geeignet und ermöglicht dir – trotz der irreführenden Bezeichnung – keine legale Arbeitsaufnahme in Indonesien.
Zusätzlich zu deiner IMTA und deinem KITAS bekommst du eine indonesische Steuernummer (NPWP) und Zutritt zur indonesischen Kranken- und Sozialversicherung (BPJS). Um alle genannten Dokumente sollte sich dein indonesischer Arbeitgeber kümmern – zumindest war es bei mir als Angestellte in Indonesien so.
Ausführliche Informationen zu den verschiedenen Visaarten für Indonesien findest du im Beitrag „Visum für Indonesien“.

Du benötigst noch ein Indonesien-Visum?
Bali Visum betreut dich zuverlässig und bietet deutschsprachigen Support!
Mit dem Code GUNDA20 bekommst du 20 Euro Rabatt auf dein B211-Visum.*
Arbeiten in Indonesien: Welche Jobs sind für Ausländer erlaubt?
Um einheimische Arbeitnehmer in Indonesien zu schützen, darfst du in der Regel nur Tätigkeiten nachgehen, die ein Indonesier nicht ausführen kann. Du kannst z. B. (aufgrund deiner Berufsausbildung) ein Resort managen, darfst aber nicht als Kellner arbeiten. Oder du kannst als deutschsprachiger Tauchlehrer Touristen unterrichten, darfst aber nicht als Bootscrew auf dem Tauchboot arbeiten.
Interessant sind für Ausländer in Indonesien folgende Arbeitsbereiche & Branchen:
- Managementpositionen (entsprechend der Berufsausbildung & -erfahrung)
- Positionen, für die spezielles Fachwissen benötigt wird
- Bau- und Ingenieurswesen
- Tourismus & Hotellerie
- Sprachunterricht als Sprachlehrer
Ich komme ursprünglich aus der Hotellerie und dem Gastgewerbe. Nachdem ich mehrere Jahre in Thailand als Tauchlehrerin gearbeitet habe, bekam ich aufgrund meiner Ausbildung und Berufserfahrung einen Job als Resortmanagerin eines kleinen Tauchresorts in Raja Ampat in West Papua.
Podcast-Tipp: Du fragst dich, wie du in Indonesien arbeiten kannst?
In Folge 19 unseres Indonesien-Podcasts spreche ich über meine Erfahrungen als Angestellte in Indonesien.
Job finden in Indonesien – so gehst du vor
Die meisten Jobangebote findest du mittlerweile online.
Auf internationalen Onlineplattformen sind in der Regel größere Firmen vertreten, über indonesische Jobagenturen kannst du auch kleinere Betriebe finden, die Mitarbeiter suchen. In den sozialen Medien (z. B. Facebook-Gruppen) kannst du ebenfalls Angebote finden – hier solltest du allerdings darauf achten, dass sie seriös sind.
Eine weitere Möglichkeit, an einen Job in Indonesien zu kommen, ist über Empfehlungen oder persönliche Kontakte – entweder vorab oder vor Ort. Versichere dich auch hier, dass dein zukünftiger Arbeitgeber es ernst meint und vor allem hinsichtlich der benötigten Dokumente hält, was er verspricht.
Ich habe fast alle meine Jobs (in Indonesien und auch anderen Ländern) über Initiativbewerbungen bekommen. Wenn du weißt, was für ein Unternehmen/eine Position du suchst, kannst du dich einfach direkt bei deinen Wunschfirmen bewerben. Auch wenn gerade keine freie Stelle ausgeschrieben ist, kann sich über diesen Kontakt eine Gelegenheit ergeben – so habe ich beispielsweise meinen Job als Resortmanagerin bekommen.

Steuern in Indonesien
Befindest du dich länger als 183 Tage (= 6 Monate) am Stück in Indonesien, bist du automatisch steuerpflichtig und musst jährlich eine Steuererklärung machen. Für diese benötigst du die indonesische Steuernummer NPWP (Nomor Pokok Wajib Pajak) vom örtlichen Steuerbüro (Kantor Pelayanan Pajak).
Wenn du bei einer indonesischen Firma angestellt bist, sollte sich dein Arbeitgeber um die Beantragung kümmern. Als Steuerpflichtiger bist du allerdings selbst dafür verantwortlich, dass deine Steuern fristgerecht und entsprechend Vorschrift gemeldet werden. Frage deinen Arbeitgeber oder Steuerberater konkret danach und lass dir – wenn nötig – Nachweise zeigen.
Die Einkommenssteuer in Indonesien liegt zwischen 5 und 30 Prozent – abhängig von deinem globalen Einkommen. Damit deine Einnahmen in verschiedenen Ländern nicht doppelt besteuert werden, bestehen zwischen vielen Ländern Doppelbesteuerungsabkommen, u. a. zwischen Indonesien und Deutschland. Genaue Details zu diesem Abkommen findest du auf der Seite des Bundesfinanzministeriums.
Kennst du schon den Auswanderguide „Leben in Indonesien“?
Er bereitet dich auf alle Themen einer Auswanderung nach Indonesien vor,
inkl. Checklisten, Links, Beispieldokumente und Einblick in unser Auswandernetzwerk.
Sonderfall: Arbeiten mit einem Familien-KITAS
Wenn du – z. B. als Ehepartner eines indonesischen Staatsbürgers – ein Familien-KITAS besitzt, genießt du auf dem indonesischen Arbeitsmarkt eine Sonderstellung.
Zum einen kann ein indonesisches Unternehmen direkt eine IMTA für dich beantragen, ohne dass du auf ein Arbeits-KITAS wechseln muss. Viele Unternehmen begrüßen das, weil sie sich Antragsstellung und Kosten des KITAS sparen.
Zum anderen könnte Einwanderungsgesetz 6/2011 Art. 61 für dich interessant sein:
„Der Inhaber einer befristeten Aufenthaltserlaubnis (ITAS) und der Inhaber einer unbefristeten Aufenthaltserlaubnis (ITAP) kann eine Arbeit und/oder eine Geschäftstätigkeit aufnehmen, um die Bedürfnisse des Lebens und/oder seiner Familie erfüllen.“
Theoretisch bedeutet das, dass du mit deiner Arbeit deine Familie unterstützen darfst. Du könntest beispielsweise (unentgeltlich) im Unternehmen deines indonesischen Ehepartners mithelfen oder selbstständig eine beratende Tätigkeit aufnehmen (online).
Dennoch solltest du vorsichtig sein: In dem Gesetz wird nicht erläutert, welche Arbeit und in welchem Umfang diese ausgeführt werden darf – das Gesetz lässt verschiedene Interpretationen zu. Somit befindest du dich in einer Grauzone und solltest alle beruflichen Tätigkeiten vorab immer mit deinen zuständigen Behörden abklären (Immigration, Finanzamt).
Selbstständig sein – Unternehmensgründung in Indonesien
Wenn du darüber nachdenkst, dich in Indonesien selbstständig zu machen und ein eigenes Unternehmen zu gründen, kommt für dich nur die Unternehmensform PT PMA (Perusahaan Terbatas Penanaman Modal Asing) infrage. Alle anderen Unternehmensformen (PT Lokal, CV, Yayasan) befinden sich in indonesischer Hand.
Die Hürden für die Gründung einer PT PMA sind relativ hoch, um auch in diesem Fall indonesische Kleinunternehmer zu schützen und den Markt nicht für alle ausländischen Investoren zugänglich zu machen.
Für die meisten Menschen ist die größte Hürde die Mindestkapitalanforderung von 10 Milliarden IDR (über 600.000 Euro), die innerhalb von ein bis drei Jahren investiert werden müssen. Eine verpflichtende vierteljährliche Berichterstattung (LKPM-Report) sorgt dafür, dass diese Investition nachvollzogen werden kann. Außerdem muss eine ausländische Investition in diesem Bereich möglich sein.
Falls dir die finanzielle Hürde zu hoch ist, kannst du überlegen, ob du weitere Investoren in dein Unternehmen holen möchtest und ihr euch somit die Kosten teilt. Eine weitere Möglichkeit wäre die Zusammenarbeit mit einer Agentur: Viele bieten Unternehmensgründungen für wenige Tausend Euro an.
Sei dir jedoch bewusst, dass nicht alle Agenturen immer streng nach offiziellen Vorgaben handeln und teilweise mit internen Dokumenten diese Regelungen umgehen. Bei einer genaueren Prüfung durch die Behörden besteht das Risiko, dass du nicht alle vorgeschriebenen Dokumente nachweisen kannst. Im Ernstfall musst du mit rechtlichen Problemen, hohen Strafen oder – im schlimmsten Fall – einer Ausweisung rechnen.

Digitale Nomaden – eine rechtliche Grauzone
Bali hat sich in den letzten Jahren zu einem Paradies für digitale Nomaden entwickelt – günstige Lebenshaltungskosten, tropisches Klima, gutes Essen und eine vielfältige Expat-Community ziehen jährlich Zehntausende an.
Was die wenigsten wissen: Digitale Nomaden bewegen sich mit ihrer Arbeit in einer rechtlichen Grauzone. Denn ein offizielles Digital Nomad Visum gibt es (noch) nicht, auch wenn es von Visaagenturen häufig so (miss-)kommuniziert wird.
Aus diesen Gründen kann die Arbeit als digitaler Nomade in Indonesien problematisch werden:
- Obwohl seit vielen Jahren darüber diskutiert wird, gibt es noch kein offizielles Digital Nomad Visa.
- Das Remote-Worker-Visa (E33G) richtet sich an Personen, die bei einer ausländischen Firma angestellt sind und remote in Indonesien arbeiten. Es eignet sich nicht für klassische selbstständige digitale Nomaden.
- Digitale Nomaden können weder ein Arbeits-KITAS noch eine Arbeitserlaubnis (IMTA) beantragen, da sie für kein indonesisches Unternehmen arbeiten.
- Also können sie auch keine Steuernummer (NPWP) beantragen, um Steuern in Indonesien zu zahlen – obwohl sie ab einem Aufenthalt von 183 Tagen im Land dazu verpflichtet wären.
- Viele nutzen stattdessen das B211-Visum, das offiziell keine Arbeitsaufnahme und nur einen maximalen Aufenthalt von 6 Monaten (im Jahr) erlaubt.
- Viele reisen nach 6 Monaten aus und mit einem neuen B211-Visum wieder ein (Visa-Run) – eine Praxis, die eine Zeit lang funktionieren kann, aber langfristig nicht gern gesehen wird und zu Nachfragen führen kann.
Als selbstständiger digitaler Nomade wirst du im Land zwar geduldet, besitzt aber keine offizielle Erlaubnis zu arbeiten. Sei dir dieses Risikos bewusst und überlege, ob du langfristig alternative Lösungen (z. B. über die Gründung einer PT PMA) findest.
Eine Übersicht der wichtigsten Visaarten für Indonesien findest du im Beitrag „Visum für Indonesien„.

Du benötigst noch ein Indonesien-Visum?
Bali Visum betreut dich zuverlässig und bietet deutschsprachigen Support!
Mit dem Code GUNDA20 bekommst du 20 Euro Rabatt auf dein B211-Visum.*
Leben & Arbeiten auf Bali vs. in anderen Regionen Indonesiens
Viele Auswanderer denken bei „Arbeiten in Indonesien“ sofort an Bali – und tatsächlich bietet die Insel die größte Auswahl an Jobs im Tourismus, in internationalen Unternehmen und in der digitalen Szene an. Hinzu kommen Traumstrände, nette Einheimische und ein entspannter Lifestyle.
Allerdings haben der Massentourismus und die Digitale-Nomaden-Bubble auf der Insel auch negative Effekte: Die Insel ist überfüllt, die Lebenshaltungskosten sind oft höher als im Landesdurchschnitt und die Konkurrenz um attraktive Jobangebote groß.
Andere Regionen wie Jakarta, Surabaya, Bandung oder Medan punkten mit einer stärkeren Industrie und vielen Unternehmen, teilweise geringeren Lebenshaltungskosten und einer kleinen, aber familiären Expat-Gemeinschaft. Auch haben abgelegene Regionen für manche Branchen einen besonderen Reiz, z. B. für die Tauch- und Tourismusbranche.
Wenn du bereit bist, dich auch außerhalb von Bali umzuschauen, kannst du mit etwas Glück langfristige Arbeitsverträge, unberührte Natur und noch das „echte“ Indonesien finden. Gleichzeitig nimmst du den Druck von der Insel Bali, die mit ihren jährlichen Besuchern mittlerweile an ihre Grenzen kommt.
Ich habe mich immer für abgelegene Regionen interessiert und bin bereits 2013 das erste Mal nach Raja Ampat gekommen – wo ich mich in die Natur und die Einheimischen verliebt habe. Auch für meinen beruflichen Hintergrund (Tauchen & Tourismus) war die Region interessant für mich. Als ich dann dort einen Job als Resortmanagerin bekommen habe, war mein Glück perfekt!
Du möchtest in Indonesien ein Grundstück oder Haus kaufen? In meinem Beitrag „Haus oder Land kaufen in Indonesien“ erfährst du alles, was du dazu wissen musst.
Gehaltsniveaus & Lebenshaltungskosten in Indonesien
Die Kosten zum Auswandern nach Indonesien hängen stark vom Lebensstandard ab. Einfach und günstig kannst du nach dem Standard der Indonesier leben – je anspruchsvoller du leben möchtest, desto höher werden die Kosten. Auch in Hinblick auf deinen Standort variieren die Kosten stark.
In kleineren Städten oder auf weniger touristischen Inseln kommst du mit 8 bis 12 Millionen (ca. 450 bis 650 Euro) im Monat aus, während du in Bali oder Jakarta für einen ähnlichen Lebensstil deutlich mehr einplanen musst. Oftmals sind in abgelegenen Regionen die Wohnkosten günstiger, allerdings müssen Produkte (z. B. für Supermärkte) mit dem Schiff von Java aus transportiert werden – was wiederum die Preise in die Höhe treiben kann.
Im Vergleich zu Europa sind die Gehälter in Indonesien sehr niedrig. Das Durchschnittsgehalt eines Indonesiers liegt bei rund 200 Euro im Monat, viele Indonesier leben von weniger als 2 Euro am Tag. Als Ausländer kannst du in Manager- und Spezialistenpositionen zwischen 15 und 30 Millionen IDR (ca. 900-1.800 Euro) verdienen, in manchen Branchen auch mehr, normale Angestelltengehälter liegen deutlich darunter.
Ich habe als Resortmanagerin etwa 1.500 Euro im Monat verdient (2017), allerdings wurde mir Kost & Logis gestellt. Das Visum, die Arbeitsgenehmigung und ein Flug pro Jahr wurden ebenfalls übernommen. Außer meiner Barrechnung und gelegentlichen Ausflügen hatte ich also fast keine Ausgaben.
Weitere Infos und exklusive Einblicke gibt’s im Auswanderguide „Leben in Indonesien“!
Er bereitet dich auf alle Themen einer Auswanderung nach Indonesien vor,
inkl. Checklisten, Links, Beispieldokumente und Einblick in unser Auswandernetzwerk.
Kulturelle Unterschiede im Arbeitsalltag
Anders als in vielen modernen europäischen Unternehmen ist der indonesische Arbeitsalltag stark von Hierarchien geprägt. Entscheidungen werden oft von oben nach unten weitergegeben und Anweisungen von Vorgesetzten zurückhaltend entgegengenommen – ohne Widerspruch oder offene Kritik.
Der für Indonesien typische entspannte Lebensstil spiegelt sich auch in der Arbeitswelt wider: Pünktlichkeit ist ein dehnbarer Begriff (Jam Karet) und wird nicht in allen Branchen so streng gesehen wie in Deutschland. Dafür sind persönliche Beziehungen und ein respektvolles Miteinander, das gerne und oft bei gelegentlichen Gesprächen zelebriert wird, umso wichtiger.
Herausfordernd für Ausländer kann die Kommunikation mit indonesischen Kollegen und Vorgesetzten sein. Kritik wird selten offen geäußert, sondern spielt sich indirekt zwischen den Zeilen ab. Konflikte nicht offen vor der gesamten Gruppe anzusprechen, gilt als höflich – unsere direkte Art hingegen kann schnell als unangenehm oder sogar respektlos wahrgenommen werden.
Unternehmen, die oft mit Ausländern zusammenarbeiten, haben sich meist an die direktere Kommunikation gewöhnt und kommen eher damit klar, wenn wir unabsichtlich gegen kulturelle Gepflogenheiten verstoßen. Doch wenn du diese kulturellen Unterschiede verstehst und respektierst, wirst du deutlich schneller in der indonesischen Arbeitswelt ankommen.

Hast du noch Fragen zum Arbeiten in Indonesien? Dann buche dir jetzt einen persönlichen Beratungscall mit mir – ich beantworte deine individuellen Fragen und helfe dir bei deinen nächsten Schritten!
Affiliate-Hinweis: Mit einem Sternchen (*) gekennzeichnete Links sind Affiliate-Links. Das bedeutet: Wenn du darüber etwas kaufst, erhalte ich eine kleine Provision – für dich bleibt der Preis gleich.

Du willst keine Infos aus Indonesien mehr verpassen?
Abonniere den Dschungelletter und sichere dir die kostenlose Checkliste fürs Auswandern dazu!
Einmal im Monat bekommst du:
🌴 spannende Einblicke in mein Leben in Indonesien
🌴 Updates aus dem Homeoffice und aktuelle Projekte
🌴 neue Blogartikel, Podcastfolgen, Interviews und mehr!





